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Diana Ebster
VERNETZUNG VON TEILHABERN
(…) Der versuch ein Vorsprachliches oder Aussersprachliches zu fassen wirkt auch in den Objekten und Performances von Angela Dorrer. Die mundgeformten Teigskulpturen als "Plastischer Kern" der Andorrer-Keks-Projekte, stellen auf unterschiedlichsten Ebenen ein Ausloten von körperlichen Austauschprozessen und inhaltlicher kommunikation dar. Es gibt keinen distanzierten Kunstbetrachter mehr, es gibt nur die unmittelbare dichte Erfahrung, die auf die eigene Grenze zwischen Innen und Aussen stösst wie auf die Grenzen zwischen Ich und Umwelt. Bei Dorrer reduziert auf die Form des mundgeformten Kekses, findet eine Irritation der Grenzen des mundgeformten Körpers statt, die mögliche Erweiterung provoziert. Diese Diskussionen über den Leib und sein Dimensionen, Distanz und Nähe, weitet die Künstlerin, als medienbewusste Position, auch auf das Internet aus. Man kann dort über Kekse diskutieren, man kann sie aber auch bestellen. An den Schnittstellen dieses Mediums, das durch seine Bedingungen wiederum auch die Bedingungen des Körpers verschiebt, wird nicht nur an einer virtülle Vernetzung von Teilhabern gearbeitet. Durch die Möglichkeit einer materialisierten Kommunikation intensiviert sich das Empfinden für Distanz, die gleichzeitig sichtbar gemacht und durchbrochen wird. (…)
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